Thomas Azier
Xol Meissner
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Präsentiert von Rausgegangen, ByteFM

Panorama
Nach drei Jahren relativer Stille kehrt der niederländische Komponist, Produzent, Sänger und Performer Thomas Azier mit PANORAMA zurück, einem weitreichenden und zutiefst persönlichen Musikprojekt. PANORAMA markiert einen neuen Abschnitt in seiner künstlerischen Laufbahn. Intim im Ursprung und doch filmisch in seiner Reichweite entfaltet sich das Projekt über Aufnahmen und visuelle Sprache hinweg und findet seine Live-Form in der Zusammenarbeit mit der Synthesistin Annelotte Coster und dem Saxophonisten Maarten Hogenhuis, ergänzt durch Streicher und andere einzigartige Gäste (u. a. Adrien Pallot, Rianne Wilbers, Camille Vivier, Jesper Boot).
PANORAMA ist ein humanistisches Porträt des Lebens am Abgrund, wo Krankheit, Sehnsucht, Angst und Hoffnung nebeneinander existieren und sich still gegenseitig prägen. Entstanden in einer Zeit des Umbruchs, spielt dieses neue Kapitel in Azier’s Werk mit unerbittlichen Wechseln der Skala, vom Intimen und Alltäglichen bis hin zu den überwältigenden Landschaften des Geistes.
Das Projekt bildet eine polyphone Erzählung. Gedichte, Feldaufnahmen, Videoarbeiten und performative Elemente durchbrechen die traditionelle Konzertstruktur und verleihen ihr einen fragmentierten, collageartigen Charakter, bis sich eine stille Logik herauskristallisiert.
PANORAMA ist eine Sammlung von Perspektiven. Die Stimme eines Belugas, verloren und desorientiert, der flussaufwärts durch die Seine schwimmt. Ein Opernsänger, der aus dem Publikum klagt. Der stille Sturz eines Mannes, gefilmt in Zeitlupe. Ein Lautsprecher auf der Bühne, der Feldaufnahmen wiedergibt, als wären sie Relikte aus einer vergangenen Welt. Ein Gedicht über einen einsamen Pariser Jungen in einer verlassenen, überhitzten Sommerstadt.
Azier, dessen Musik oft als ergreifend beschrieben wird, treibt seine ausgeprägte melodische und melancholische Sensibilität in PANORAMA weiter voran und verschmilzt Streicharrangements mit experimentellen Praktiken zu einer Reihe faszinierender Stücke. Seine Stimme wird zu einem interpretativen Werkzeug, das zwischen männlich und weiblich, menschlich und tierisch, mythisch und real wechselt. Lieder werden mit Pausen und Charakterwechseln kontrastiert, die Rhythmus und Stimmung verändern, als würde man den Kanal wechseln oder durch einen endlosen Feed scrollen.
Aus diesen disparaten Fragmenten fügt Azier langsam ein zusammenhängendes Bild, das mal monumental, mal zutiefst intim wirkt. Musik und Bild überschneiden sich selten, sondern bedingen einander in einem sich ständig wandelnden Dialog.
Thomas Azier erstes Album Hylas veröffentlichte er während seiner Berliner Jahre auf seinem gleichnamigen Label. Er erhielt zwei Edison Awards, den Preis der Deutschen Schallplattenkritik für Rouge sowie einen Berlin Music Video Award für Verwandlung.
In den letzten 12 Jahren veröffentlichte Thomas Azier sechs Alben und prägte dabei konsequent die Umrisse seines eigenständigen Verständnisses von Popmusik. Seine Songs Red Eyes und The Dreamer In Her wurden von YSL für La Nuit de l’Homme verwendet – und Love, Disorderly ist der Original-Soundtrack des Blockbusters The Equalizer 3.
Thomas hat über 500 Konzerte und Festivals gespielt, darunter Lowlands, Best Kept Secret, Eurockéennes und Montreal Jazz. In den letzten Jahren hat er breit mit europäischen Musiker*innen aus unterschiedlichsten Genres zusammengearbeitet – experimenteller Noise, Filmmusik, Klassik, Oper und Jazz – und eine künstlerische Handschrift geschaffen, die von unvergleichlichen, fesselnden Erfahrungen geprägt ist. Seine Wirkung auf die europäische Popmusik zeigt sich auch in seiner Arbeit als Songwriter und Produzent für Künstler wie Stromae, Faber, Hang Youth und Anouk.
Am 27.April kommt Thomas Azier nach Hamburg ins schöne Nachtasyl. Als Support mit dabei Xol Meissner.
Der Schweizer Komponist Mauro Hertig tritt unter dem Künstlernamen Xol Meissner auf und verbindet einen sanften Bariton-Gesang mit einer Lap-Steel-Gitarre, die mit erweiterten Spieltechniken gespielt wird, sowie surrealen Texten.


