Hugar

23. Februar 2022
Nachtasyl
Einlass:
20:00 Uhr
Beginn:
21:00 Uhr
Tickets:

Hugar Website
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Präsentiert von der Hamburger Morgenpost.

Tourveranstalter Cabin Artists

OBACHT: das Konzert findet im 2G-Modell statt. Einlass wird nur mit gültigem Nachweis über eine Impfung gegen, oder Genesung von einer Covid-19-Erkrankung sowie gültigem Personalausweis gewährt. Genauere Informationen finden Sie hier.

Hugar ist das gemeinsame musikalische Projekt von Bergur Þórisson und Pétur Jónsson, zwei vielseitig talentierte Musiker, Komponisten, Produzenten - und Freunde seit ihrer Kindheit.  Nach gemeinsamen Arbeiten mit Künstlern wie Björk, Sigur Rós, Ólafur Arnalds oder Johann Johannson steht seit 2013 mehr und mehr ihre eigene Musik im Mittelpunkt.

Exklusiv bei Sony Music Masterworks unter Vertrag, veröffentlichten sie dort ihr zweites Album Varða und das Soundtrack-Album The Vasulka Effect - Music for the Motion Picture, das ihnen eine Nominierung für den Nordic Film Composer Award 2021 einbrachte. 

 

Mit lost erscheint heute Ihre erste Single auf dem neuen Label XXIM Records und bildet gibt uns einen Vorgeschmack auf das neue Album, dass Anfang kommenden Jahres erscheinen wird.

„lost“ ist ein kontemplatives, gedankenvolles Stück, das von einem einfachen, sich wiederholenden Klaviermotiv und ätherischen Synthesizer-Flächen geprägt ist, die von einem sanften Beat begleitet werden. Und es ist bezeichnend für ihr neues Album, das zwischen Ambient/Electronica, meditativen Streichern und zeitgenössischer Neoklassik changiert. Seinen Ausgangspunkt nimmt es bei einer so einfachen wie profunden Beobachtung über ihre Heimat: Die gesamte Insel wird von einem Graben durchzogen, der sich von Südwesten nach Nordosten erstreckt. Er ist Teil des Mittelatlantischen Rückens und befindet sich dort, wo die nordamerikanische und die eurasische Platte aufeinandertreffen. Die Kontinentaldrift reißt Island mit einer Geschwindigkeit von 3 Zentimetern pro Jahr auseinander. Und doch ist er weit davon entfernt, eine zerstörerische Kraft zu sein, sondern ein Ort spektakulären Wachstums: „Es werden hier Organismen entdeckt, die es sonst nirgendwo gibt, und es passieren alle möglichen seltsamen Dinge", sagt Þórisson. "Es ist interessant, wie Wachstum aus solchen Veränderungen entsteht, und wir haben darüber nachgedacht, wie das auch für die Gesellschaft, die Menschheit und die Kultur gilt. Nichts steht jemals still - alles ist ständig im Fluss", ergänzt Jónsson.

Wie bei geologischen Veränderungen geschehen die dramatischsten und bedeutendsten Veränderungen jedoch so langsam, dass wir sie nicht sehen können, selbst wenn sie direkt vor unseren Augen stattfinden. Dieses Gefühl des unergründlichen Ausmaßes und der Zeit, des schwer fassbaren oder vorhersagbaren Wandels, ist es, was Hugar hörbar machen. Musik, die gewissermaßen in Zeitlupe die epischen Größe des Dramas spiegelt. 

Was also passiert, wenn man Dinge aufspaltet oder trennt? Lieder. Ideen. Beziehungen. Ganze Länder. Es ist allzu leicht, pessimistisch darüber zu sein, was genau aus solchen Spaltungen hervorgehen könnte, aber Hugar haben anderes im Sinn. Ihre Musik beschwört keine dystopischen Bilder oder düstere Zukunftsvisionen herauf. "Damit etwas gut sein kann, muss es auch etwas Schlechtes geben", sagt Jónsson. "Es ist leicht, zu zweifeln, aber es gibt Raum für Hoffnung - es gibt die Möglichkeit, dass etwas Gutes entsteht. Das ist es, was wir erforschen wollten", fügt Þórisson an - der Riss als Quelle der Kreativität und als lebensspendende Kraft: "Es hat fast etwas Magisches, wenn eine mächtige Kraft das Land buchstäblich auseinanderreißt und in dem so entstandenen Raum neues Leben entsteht. Wir wollten dieses Szenario auf die großen, zeitgenössischen Veränderungen und Umwälzungen in unserer Welt übertragen und fragen: Was passiert? Es muss etwas Neues geben, das daraus erwächst."

Nichts ist, wie es scheint und manchmal erfordert die Suche nach Antworten ein tieferes Hineintauchen und einen schärferen Blick. Und aus der Leere erwächst ein fruchtbarer Boden für neue Ideen und neue Anfänge 

Am 23. Februar sind Hugar dann im schönen Nachtasyl zu Gast und präsentieren ihr mit Spannung erwartetes neues Album erstmals dem Hamburger Publikum.