PHILIP GLASS: LES ENFANTS TERRIBLES

31. Juli 2021
ELBPHILHARMONIE GROSSER SAAL
Einlass:
17:00 Uhr
Beginn:
18:00 Uhr
Tickets:

Katia & Marielle Labèque Website
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Les Enfants Terribles für zwei Pianos ist ein weiteres Kapitel in der besonderen Beziehung zwischen dem legendären Komponisten Philip Glass und Katia und Marielle Labèque.  Es ist gewissermaßen der Nachfolger zu Glass’ Doppelkonzert für Klavier, dass er 2015 eigens für die Schwestern komponierte.  Katia und Marielle Labèque’s Fähigkeit Energie und Technik zu neuen Dimensionen zu verschmelzen, vermag auch dieses Werk von Philip Glass in der Variante für zwei Klaviere in all Ihrer Tiefe darzustellen und um neue Facetten zu bereichern.

Philip Glass‘ Musik hatte schon immer einen besonderen Platz in Katia und Marielle Labèques Werk – und so ist es wenig verwunderlich, dass der Komponist selbst den Auftrag zur Übersetzung seiner Oper nach Jean Cocteau‘s Gedicht an seinen langen Weggefährten Michael Riesman vom Philip Glass Ensemble vergab.

Philip Glass und Labèque – eine ohnehin wunderbare Verbindung, der es auf einmalige Weise zu gelingen vermag, Grenzen von minimal music, zeitgenössischer Musik und Klassik zum Fließen zu bringen.

The Labèque sisters are tremendous. They’re great performers, and great interpreters. And they’re wonderful supporters of music – not only modern music, but just music. It was great to work with them.” – Philip Glass

Pünktlich zur Veröffentlichung der Aufnahmen im vergangen Jahr, erschien zudem ein dreiteiliger Musikfilm des Regisseurs Ronan Day-Lewis.  Die Relevanz der Oper Les Enfants Terribles wird auch hier über einen wunderbaren, neuen Kanal deutlich:  Die Geschichte unserer kollektiven Isolation inmitten einer globalen Pandemie, verbunden mit den Schwierigkeiten die Kindheit zurückzulassen und sich den Gefahren der Zukunft und eines möglicherweise bereits verlorenen Paradieses zu stellen.

Relevanz ist ohnehin ein Thema, welches die Schwestern Katia und Marielle Labèque und Philip Glass zu verbinden scheint.  Philip Glass‘ Einfluss auf elektronische Musik – und damit komplette musikalische Sozialisationen - dürfte nicht zuletzt durch sein Wirken durch die minimal music relevanter denn je sein.  Und Katia & Marielle Labècque liefern mit Ihren genreübergreifenden und mutigen Kollaborationen und Projekten quasi eine Art Blaupause für eine Zeit, in der Genre-Grenzen nicht nur verschwimmen, sondern mitunter schlichtweg keine Rolle mehr spielen.

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Aufgrund der derzeitigen Situation finden am 31.7.2021 nicht nur ein, sondern derer zwei Konzerte mit jeweils verminderter Kapazität im Großen Saal der Elbphilharmonie statt, um den geltenden Corona-Bestimmungen gerecht zu werden.