Malakoff Kowalski - FÄLLT AUS!

05. Juni 2022
Elbphilharmonie Kleiner Saal
Einlass:
18:00 Uhr
Beginn:
19:30 Uhr
Tickets:

-

Malakoff Kowalski Website
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Tourveranstalter: von der haardt

Präsentiert von Hamburger Morgenpost

*** Das Konzert fällt aus ***

Leider muss das Konzert von Malakoff Kowalski am 5. Juni 2022 ausfallen.  Bereits erworbene Tickets können dort, wo sie gekauft wurden, zurückgegeben werden

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Malakoff Kowalski holt nach, worauf wir aus Gründen schon sehr lange warten mussten: er kommt erneut für ein Konzert in den Kleinen Saal der Elbphilharmonie. Wie sehr hatten wir uns auf die Vorstellung seines Albums „Onomatopoetika“ am Konzertflügel gefreut. Aus Gründen kam es dazu bekanntlich nie. Umso mehr freuen wir uns, dass das Ganze nun nach langer Zeit des Wartens endlich nachgeholt werden kann; inzwischen auch mit brandneuer Musik. 

Was ich weiß: Meine Eltern wurden in Teheran geboren, ich bin in Boston zur Welt gekommen, ich bin in Hamburg aufgewachsen, und ich lebe heute in Berlin. Ich liebe nichts so sehr wie Musik. Alles andere sind Fragezeichen, Ausrufezeichen, Gedankenstriche.“ So lautet eine Selbstbeschreibung des Musikers und Komponisten Malakoff Kowalski. „Die Zeit“ bezeichnet den 42-Jährigen als „Pianopoeten“, der „Rolling Stone“ betitelt ihn als „Grenzgänger und einen der besten Protagonisten der neuen Empfindsamkeit“. Neben seinen Soloalben komponiert Kowalski auch für Film und Theater; als Autor verfasst er leidenschaftliche, streitbare Zeitungskritiken; im Konzertsaal – am Flügel – herrscht außer dem Licht einer Leselampe völlige Dunkelheit. Das neue Album „Piano Aphorisms“ (April/Mai 2022) vervollständigt nun eine Trilogie seiner Klaviermusik.

Als Einflüsse führt Malakoff Kowalski Brahms, Skrjabin und Frederic Mompou an; Jazz aus den Fünfziger- und Sechzigerjahren war ebenso formgebend für ihn. Seine eigene Musik – mittlerweile festgehalten auf sechs Alben – war zuletzt geprägt von reduziert-ruhigen, dabei aber dissonant-unaufgelösten Klangmalereien sowie einer Tonsprache von konzentrierter Suggestivkraft. „Poetische, minimalistische Klaviermusik, die an Etüden von Satie oder Debussy denken lässt. Was Kowalski durchaus bewusst einsetzt. Wichtig sind ihm musikalische Pausen. Räume, in denen man versinken kann“ (F.A.Z.). Der Spiegel bescheinigt seinen „zaghaft tastenden Miniaturen“ eine „betörende Wirkung und abstrakte Schönheit“. Weggefährte Chilly Gonzales nennt seine Musik „Sucht erregend“.

Mit seiner neuen Platte „Piano Aphorisms“ vollzieht Malakoff Kowalski gegenwärtig die Abkehr vom Miniaturhaften hin zur größeren Form und präsentiert eine eruptive, düstere, widerspenstige Sonate in vier Sätzen, veröffentlicht als vierunddreißigminütiges durchgehendes Stück ohne Unterteilung. „Ein Plädoyer gegen die Pest der Playlist-Vergötterung, die sediert ist von Konformismus und hysterischer Angst vor Andersartigkeit.“ Igor Levit, der unlängst bei den Salzburger Festspielen ein von Kowalski eigens für ihn komponiertes Werk uraufgeführt hat, schwärmt vom neuesten Opus: „Ferruccio Busoni sagte einst: ‚Musik ist tönende Luft.‘ Genau das ist diese Musik. Höchst wundervoll tönende Luft.“

Neben den neuen Aphorismen stellt Malakoff Kowalski im Konzert auch Auszüge aus der postromantischen Klaviersuite „Onomatopoetika“ (2020) und aus dem Album „My First Piano“ (2018) vor.