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Nalan

08. Mai 2026
Turmzimmer, Uebel & Gefährlich
Einlass:
19:00 Uhr
Beginn:
20:00 Uhr
Tickets:

26,30€ >>KAUFEN

Nalan Bandcamp
Uebel&Gefährlich Website
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Tourveranstalter Powerline
Präsentiert von Rausgegangen, ByteFM

Vier Jahre nach ihrem letzten Album "I'm Good. The Crying Tape", mit dem sie die Zuhörer*innen literally zum Weinen gebracht hat, geht die Berliner Alternative Pop Musikerin Nalan wieder auf Tour.

Am 24. April erscheint das vornehmlich in Istanbul und Berlin entstandene neue Album 2009  via Mansions and Millions. Für das Album entwirft Nalan ein fiktives 2009, gespeist aus dem eigenen Digicam-Archiv von damals, aus dem auch das gesamte Artwork stammt, und den Erinnerungen, die beim Schreiben entstehen. Manchmal ist sie verklärend und nostalgisch wie in Everything was Easy in 2009, dann wieder düster und (an)klagend wie in Down The Drain oder Ok. 2009 ist zugleich das Monster, das auf dem Cover zu sehen ist, und das Girl im Hintergrund, von der nicht klar ist, ob sie lacht oder weint.
Der Song 59:1 (fiftynine to one) etwa handelt vom gleichnamigen, mittlerweile geschlossenen Live-Club in München, wo Nalan ihre Jugend verbrachte. Da erscheint es fast logisch, dass sie neben den Mitgliedern ihrer heutigen Liveband auch mit Musikern aus der Münchner Indie- und Punkszene der Zehnerjahre gearbeitet hat. So steuerten Hisahi Yamamoto (Like Loonies, Nalans erste Band), Attila Sarıtaş (Kafkas Orient Bazaar) und Martin Brugger (This Is The Arrival, heute squama recordings) jeweils Parts bei.

Soundtechnisch bewegt sich Nalan dagegen in die entgegengesetzte Richtung und spinnt den futuristischen Alt-Pop-Stil ihres Debüts weiter. Das Album ist gleichzeitig live-lastig und elektronisch-experimentell. Flächige Synthsounds und gezupfte Gitarren erzeugen einen soghaften Kontrast, in den sich Nalans Stimme mal klar, mal hardcore, mal erzählerisch einbettet. Die Drums auf dem Album sind bewusst reduziert, dann wiederum taucht der Untote Nu Metal an einer Stelle auf. Die mal autobiographischen, mal fiktionalen Texte handeln von Verlangen wie in Apple, den Class-Struggles des Aufwachsens wie in Down The Drain, Crushes wie in Everything was Easy in
2009
und dem Gefühl, eigentlich nichts zu sagen zu haben wie in I've Got Nothing to Say. Durch all das zieht sich die auf Textur und Atmosphäre fokussierte Produktion von walter p99 arkestra, der  auch schon Nalans Debüt produzierte.

Im April und Mai 2026 ist Nalan auf Tour zu sehen. Am 8. Mai kommt sie nach Hamburg ins Turmzimmer.